ERP
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Enterprise Ressource Planning (ERP, deutsch: Planung der Unternehmensressourcen) umfasst sämtliche Prozesse die in einer Unternehmung vorhandenen Ressourcen möglichst effizient einzuplanen.
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ERP-System
Ein Enterprise Ressource Planning System (oder Warenwirtschaftssystem) ist eine Organisationssoftware, mit der alle Vorgänge - vom Einkauf bis zum Vertrieb, sowie der buchhalterischen Verarbeitung der Daten - mengen- und wertmäßig erfasst, strukturiert und ausgewertet werden können.
Funktionsbereiche von ERP-Systemen
in den folgenden Funktionsbereichen einer Unternehmung kommen die sogenannten Module eines ERP-Systems zum Einsatz.
- Materialwirtschaft (Beschaffung, Lagerhaltung, Disposition, Bewertung)
- Produktion
- Finanz- und Rechnungswesen
- Controlling
- Personalwirtschaft
- Forschung und Entwicklung
- Verkauf und Marketing
- Stammdatenverwaltung
Motivation zur Einführung eines (neuen) ERP-Systems
Die Motive zur Einführung eines ERP-Sytems können sehr unterschiedlich sein. In den letzten Jahren waren vor allem folgende am häufigsten anzutreffen:
- Jahrtausendwende: Scheint banal, doch viele Betriebe haben nur aus Angst, dass ihre älteren Softwarepakete das Jahr 2000 Problem nicht lösen können, auf neuere Software umgestellt.
- EURO-Umstellung: Alte Systeme besaßen oft nicht die Fähigkeit zur Doppelwährung und doppelten Preisauszeichnung.
- Rationalisierungseffekte: Durch den Einsatz neuer Software sollen manuelle Arbeitsabläufe ersetzt oder entlastet und Mitarbeiter dadurch anderweitig eingesetzt oder eingespart werden. Auch Fehler, welche durch die bisherigen manuellen Tätigkeiten entstanden sind, werden vermieden, wodurch nicht nur Zeit und Kosten gesenkt werden, sondern auch die Qualität der Arbeit steigt. Die Verkürzung und Vereinfachung des innerbetrieblichen Ablaufes soll sich in einer Kostenreduktion und Produktivitätssteigerung niederschlagen.
- Prozessorientierte und gesamtunternehmensbezogene Betrachtungsweise: Effizienter Einsatz von integrierten Programmen bringt im Vergleich zu nicht integrierten Systemen durch die Mehrfachnutzung von einmal eingegebenen Daten Rationalisierungseffekte. Auch durch das Aufzeigen von Zusammenhängen zwischen mehreren Teilgebieten des Unternehmens kann es zu Kostenvorteilen kommen.
- Globale Aspekte: Multinationale Unternehmen führen ERP-Systeme ein, um die Kommunikation ihrer oft weit verstreuten Einheiten miteinander zu ermöglichen. Auch hier führt die Mehrfachnutzung der Daten zu Rationalisierungseffekten.
- EU-Beitritt: Die stärker gewordene Konkurrenz verlangt eine schnellere Reaktion auf Marktentwicklungen.
- Strategischer Wettbewerbsvorteil: Der Einsatz von ERP-Systemen soll nicht nur durch die jederzeitige Abrufbarkeit beliebiger Informationen Grundlagen für eine schnelle Entscheidung liefern. Die Verkürzung der innerbetrieblichen Abläufe soll auch die Wettbewerbsfähigkeit steigern, durch schnellere Lieferzeiten, bessere Qualität oder besseres Kundenservice.
- Modernisierung: Die bisher verwendete Software kann die Aufgaben, welche in Zukunft an sie gestellt wird, nicht erfüllen. Dies betrifft z.B. den Bereich E-Business oder andere neue Technologien.
Diese Probleme begünstigen den Boom der Standardsoftware-Branche der letzten
Jahre. Viele Unternehmen haben keine Wahl, als auf moderne ERP-Systeme
umzustellen. Auch andere Gründe wie Rationalisierung und Modernisierung machen
Umstellungen notwendig.
Literatur
- Hans R. Hansen, Gustaf Neumann: Wirtschaftsinformatik 1. Utb, 9. Auflage, Januar 2005, 855 Seiten, ISBN 3-8252266-9-7
Weblinks
- ERPmanager.de - Das Enterprise Resource Planning Portal
- Links zum Thema "ERP" im Open Directory Project
