Google AdSense

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Google AdSense ist eine Anwendung des Unternehmens Google, mit der Webseiten-Betreiber Werbeblöcke von Google-Werbepartnern in ihre Webseiten integrieren können. Der Inhalt dieser Anzeigenblöcke wird von Google automatisch auf den Content der Webseite angepasst. Jedes mal, wenn ein Besucher der Homepage auf ein solches eingebettetes Banner klickt, erhält der Webseiten-Betreiber einen kleinen Betrag von Google gutgeschrieben.

Google AdSense Logo
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Google AdSense Logo

Inhaltsverzeichnis

Das Unternehmen Google

Das Unternehmen Google mit seinem vielseitigen Angebot ist aus der heutigen IT-Welt nicht mehr wegzudenken. Dabei hat das Ganze einmal relativ unspektakulär begonnen. Ursprünglich sollte an der Stanford University eine kostenlose Suchmaschine entwickelt werden, Name: BackRub. Ausgehend von dieser Idee haben die beiden Studenten Sergey Brin und Larry Page 1998 das Unternehmen Google gegründet, welches mittlerweile global tätig ist. Die Suchmaschine Google ist, trotz zahlreicher Konkurrenten, zum Marktführer avanciert. Das Angebot erstreckt sich heute von der Websuche, über Preisvergleiche, Bilderverwaltung, Newsticker, Google-Earth bis hin zu Mailingdiensten und Newsgroups. Und das Unternehmen wächst stetig weiter, was mit der ständigen Erweiterung des Angebotes einhergeht. Google AdSense ist hierbei ein relativ neues „Kind“ von Google. Eine Anwendung für Webseiten-Betreiber, bei der Anzeigen von Werbepartnern in die Website integriert werden.

Vorstellung der Anwendung Google AdSense

Ideenansatz

Der Ansatz, der hinter Google AdSense steht ist einfach. Eine lange, aufwendige und mitunter kostenintensive Suche nach den geeigneten Werbepartnern, sowohl für Content- als auch Suchergebnisseiten, soll verhindert werden. Bei einer Anmeldung für das Google AdSense-Programm sucht Google automatisch die richtigen Anzeigen aus dem Repertoire seiner AdWords-Kunden. Natürlich steht auch ein Einnahmeaspekt hinter dem Ganzen. Die AdWords-Kunden erstellen eine Anzeige und legen Keywords fest. Diese haben in der Regel mit dem Firmenzweck oder dem angebotenen Produkt zu tun. Zudem legen sie ein Tagesbudget fest, in dessen Umfang anschließend Anzeigen geschaltet werden. Je nachdem in welcher Branche die Inserenten tätig sind, schwanken die Preise zwischen ein paar Cent für das Keyword Essen & Trinken und an die fünf Dollar bei Versicherungen. Ist nun die Anzeige auf einer Website platziert, und ein Interessent klickt auf diese, erhält Google diesen Betrag vom Inserenten. Ein Teil dieser Einnahme wird von Google an den Webseiten-Betreiber weitergegeben. Dadurch soll ein Netzwerk von Anbieter, Inserenten und Webseiten-Betreibern entstehen, von dem jedes Mitglied profitiert. Allein im 3.Quartal 2006 hat Google 1 Mrd. Dollar durch Adsense Werbung erwirtschaftet. Davon wurden 825 Millionen Dollar an Webseiten-Betreiber ausgeschüttet. Siehe auch: Google als OnlineMarketing-Playerin - Stand heute

Funktionsweise

Die Implementierung von Google AdSense ist relativ einfach. Auf der Google AdSense Seite kann man sich kostenlos für das Programm bewerben. Nachdem der Inhalt der Website auf bestimmte Kriterien und die Einhaltung der von Google vorgegebenen Programmrichtlinien gecheckt wurde, erhält der Bewerber in der Rege nach 1-2 Tagen eine Bestätigungsemail, dass ein AdSense-Konto für ihn eröffnet wurde. Anschließend implementiert der Websiten-Publisher den erhaltenen HTML-Code, sinnvoll in seine Website. Wobei sinnvoll hier heißt, dass die Anzeigen anschließend gut sichtbar sein müssen und nicht durch andere Frames verdeckt werden dürfen.

Beispiel für Google AdSense Code
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Beispiel für Google AdSense Code

Google sucht nun aus seinen AdWords-Kunden diejenigen heraus, die am Besten zu dem verwendeten Content passen. Sind keine Inserenten zu einem Thema vorhanden, wird Werbung von gemeinnützigen Organisationen geschaltet. Bei der Auswahl der Anzeigen wird darauf geachtet, dass es sich nicht um Inserate von Konkurrenten des Webseiten-Betreibers handelt. Zudem werden die Anzeigen farblich an das auf der Website verwendete Design angepasst. Nach der Einbettung in den Fließtext erhält der Webseiten-Betreiber pro Klick auf ein Inserat etwa 70% des Inserentenpreises. Eine Auszahlung des Betrages erfolgt am Ende des Folgemonats per Scheck in US-Dollar oder per Überweisung in Euro. Allerdings erst ab einem Betrag von 100$/€. Angaben über die Zusammensetzung dieses Betrages, erhält man von Google nicht.

Richtlinien

Um Teilnehmer bei Google AdSense werden zu können, muss man sich an die Programmrichtlinien halten, die von Google vorgegeben werden. Die Einhaltung dieser Richtlinien wird schon bei der Beantragung eines Accounts geprüft. Ausserdem wird im laufenden Betrieb immer wieder die Einhaltung der Programmrichtlinien, durch den Webseiten-Betreiber, von Google geprüft. Diese dynamische Kontrolle ist allerdings nicht so streng, wie die zu Beginn erfolgende Initialüberprüfung, die für die Zulassung für das AdSense-Programm erforderlich ist (Quelle & mehr Details).

Besteht ein Verdacht oder wird ein konkreter Verstoß festgestellt, sperrt Google das Account. Allerdings oft kommentarlos. Google lässt dabei außer acht, ob der Publisher diesen Betrug eigens verschuldet hat, oder ob er selbst Opfer von Klickbetrug durch Dritte geworden ist

Optimierungsmöglichkeiten

Wie auch bei anderen Werbeprogrammen, gibt es bei Google AdSense für den jeweiligen Webseiten-Betreiber einige Möglichkeiten, seine Einnahmen durch Optimierungsmaßnahmen zu verbessern. Vor der Erzeugung des AdSense-Codes können Design und Format der AdSense-Einblendung vom Publisher, seinen Wünschen entsprechend, angepasst werden. Die Werbung erzielt so einen besseren Effekt.

Daher sollte man auf folgende Punkte achten:

  • AdSense Einblendungen ohne Rahmen bringen mehr Klicks und damit einen höheren Verdienst als AdSense Einblendungen mit Rahmen.
  • Das Design des zu integrierenden Anzeigefensters sollte auf die Farben und Links der Website abgestimmt sein. Auch auf die Verwendung von "knalligen" Farben sollte man verzichten.
  • Das normalerweise bei Bannerwerbungen übliche Format ist 468x60 Pixel. Andere, unübliche Formate, die natürlich zu dem jeweiligen Aufbau der Hompepage passen müssen, erwecken bei Besuchern mehr Aufmerksamkeit.
  • Will man Produkte über seine Webseite verkaufen, sollte man grundsätzlich keine (fremden) Werbebanner integrieren. Sie führen zu einer Ablenkung des Besuchers. Ein potentieller Kunde könnte so verloren gehen.
  • Beispiele für irreführende Bildplatzierungen
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    Beispiele für irreführende Bildplatzierungen
    Der Anzeigentext sollte gut in den eigenen Text der Homepage eingebettet sein. So wirkt er weniger störend auf den Besucher. Das Banner wird weniger als aufdringliche Werbung empfunden. Es ist neuerdings jedoch nicht gestattet, z.B. Bilder so neben die AdSense-Anzeige zu platzieren, dass sie einem Homepagebesucher, fälschlicherweise, einen Zusammenhang zwischen Bild und angezeigter Werbung suggerieren.







Grundsätzlich ist natürlich bei allen Optimierungsversuchen zu beachten, dass nicht gegen die Google AdSense-Richtlinien verstoßen wird.


Anpassungsmöglichkeiten

Anzeigenmöglichkeiten und Formate

Beispiele für Google AdSense Formate
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Beispiele für Google AdSense Formate

Bei der Erstellung des Google AdSense-Codes kann der Webseiten-Betreiber zwischen verschiedenen AdSense-Formaten wählen.

Zu Beginn wird ausgewählt, ob man einen Anzeigen-Block oder einen Link-Block auf der eigenen Homepage einbetten will. Der Anzeigen-Block kann entweder Textanzeigen, Imageanzeigen oder beides enthalten. Der Link-Block hingegen zeigt eine Liste von Themen (Links), die mit dem Content der Website in Verbindung stehen. Weiterhin kann das Format der angezeigten Werbung angepasst werden, so dass sich die AdSense-Anzeigen in das Gesamtbild der Webseite einfügen. Auch die Farben in denen die Bestandteile des Werbebanners angezeigt werden, kann der Webseiten-Betreiber selbst festlegen. Google bietet hierzu auch fertige Vorlagen an.

Das Bild zeigt eine Auswahl von AdSense-Formaten (Banner, Videos, Empfehlungsschaltflächen, Imageanzeigen).

Platzierungsmöglichkeiten

Da der Webseiten-Betreiber den AdSense-Code selbst auf seiner Homepage einfügt, kann er entscheiden, an welcher Stelle er die Anzeige platzieren will. Häufig sieht man vertikale Banner, die am Seitenrand angezeigt werden oder horizontale Banner am Seitenanfang und -ende.

Um eine gute Klickrate zu erzielen sollte das Banner nicht zu aufdringlich, aber auch nicht zu versteckt platziert werden. Das richtige Mittelmaß muss hierbei jeder für sich finden.

Kritische Betrachtung

Vorteile

Die Nutzung von Google AdSense, um mit der Homepage - quasi nebenbei - Einnahmen zu erzielen, bietet dem Webseiten-Betreiber viele Vorteile. Hiervon entfallen die meisten auf den Aspekt der Zeitersparnis, da sich, im Gegensatz zur manuellen Suche nach passender Werbung, Google um viele kritische Aspekte kümmert. Der Verwaltungs- und Betreuungsaufwand ist dadurch sehr gering.

Vorteile:

  • Die Anmeldung zum AdSense-Programm ist für den Webseiten-Betreiber kostenlos.
  • Das Design und Format der Werbeanzeige lässt sich einfach anpassen. Es existieren dadurch einige Optimierungsmöglichkeiten.
  • Da Google den Code generiert, ist das Werbebanner vergleichsweise leicht auf der Homepage zu implementieren.
  • Die aufwändige Suche nach Anzeigenpartnern entfällt.
  • Google überprüft den Inhalt der Inserate und stellt somit sicher, dass der Inhalt jugendfrei und legal ist.
  • Der Inhalt der Inserate passt thematisch zum jeweiligen Content der Webseite. Die Inserate werden automatisch angepasst, falls sich der Content der Homepage ändert.
  • Ein sogenannter Konkurrenzfilter ermöglicht es, dass Werbung von bestimmten Anbietern, zum Beispiel der Konkurrenz, nicht auf der Seite des Publishers eingeblendet wird.
  • Mit dem "Google AdSense Preview Tool" kann sich der Webseiten-Betreiber bereits im Vorfeld anzeigen lassen, welche Inserate im Falle einer Implementierung geschaltet würden.

Nachteile

Viele AdSense-Werbepartner und Webseiten-Betreiber sind unzufrieden mit der Transparenz von Berechnungen und Statistiken. Es ist häufig nicht nachvollziehbar, wie Google auf bestimmte Klickraten kommt. Zudem gab es lange Zeit keinerlei Möglichkeit für die Betreiber von Websites, eine Erfolgskotrolle für die einzelnen Banner durchzuführen. Da inzwischen immer öfter der Vorwurf an Google erhoben wird, das Unternehmen würde zu wenig gegen Klickbetrug unternehmen, bietet Google nun zwar die Möglichkeit über das Anlegen von so genannten "Channels" die Klickraten für einzelne Banner zu überwachen, jedoch wünschen sich viele User eine noch genauere Analyse-Funktion.

Es scheint allerdings eine baldige Integration von AdSense in Google Analytics anzustehen. Den Kunden und Webseiten-Betreibern könnten so erheblich feinere Analysetools zur Verfügung gestellt werden (Quelle).

weitere Nachteile:

  • Teilweise hoher Schaden durch "Pay-to-Click"-Firmen. Diese Firmen kann der Webseiten-Betreiber engagieren, um die Klicks auf die in der Webseite integrierten Ads künstlich zu erhöhen und somit die Einnahmen zu steigern. Die "Pay-to-Click"-Firma verschickt dazu Mails mit den Links dieser Webseiten an die "Klicker", die bei ihr registriert sind. So verdienen Google, der Webseiten-Betreiber, die "Pay-to-Klick"-Firma und der Klicker durch das AdSense-Programm. Dies geschieht auf Kosten des Anzeigenkunden, denn der muss den fälligen Betrag für künstlich generierte Klicks zahlen.
  • Teilweise existieren keine passenden Aneigen für den Content einer bestimmten Webseite.
  • Die Einnahmen, die man als Webseiten-Betreiber durch Klicks auf Banner erzielt, werden erst ab einem Betrag von 100,-€ ausbezahlt.
  • Teilweise werden die Bannereinblendungen vom Browser nicht unterstützt.
  • Java-Script ist eine Voraussetzung für die Nutzung des AdSense-Programms.
  • Bei Verstößen kann es sehr schnell zur Sperrung des AdSense-Accounts kommen. Wurde zum Beispiel Klickbetrug begangen, spielt es keine Rolle, ob man diesen selbst unternommen hat oder ob es eine andere Person war.

Alternativen

Google AdSense ist die am meisten genutzte Anwendung für das Einblenden von Werbung auf Webseiten. Es gibt noch keine wirklich weit verbreiteten Alternativen. Jedoch stehen einige Konkurrenten in den Startlöchern.

Die einzige nennenswerte Konkurrenz zur Zeit ist das Programm Ebay Relevant Ads, allerdings reicht auch dieses nicht an den Erfolg des Google AdSense-Programmes heran.

Noch am Anfang stehen die Programme Yahoo Publisher Network, Microsoft Content Ads, Chitika eMiniMalls.

Ausserdem besteht noch die Möglichkeit, selbst nach geeigneten Anzeigenpartnern zu suchen. Dies ist aber häufig sehr zeitaufwändig und man hat einen hohen Verwaltungsaufwand.

Fazit

Ist man Betreiber einer gut frequentierten Webseite und hat die Gestaltung des AdSense-Blocks an die der Homepage angepasst, ist die Einblendung von AdSense-Werbebannern durchaus lohnend. Der Besucher der Webseite sollte das Banner nicht als aufdringliche Werbung empfinden, sondern als zusätzlichen Service zu den angezeigten Informationen.

Es gibt zwar Alternativen, aber am einfachsten zu bedienen und zugleich am gewinnbringendsten ist sicherlich das Google AdSense-Programm.


Literatur


Weblinks