Inventar
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Inventar oder auch Anlagenstamm ist ein Bestandsverzeichnis des gesamten Vermögens eines Unternehmens. Der Begriff stammt von dem im 15./16. Jahrhundert gebrÀuchlichen, lateinischen Wort inventarium (juristisches Fachwort) ab. Das Inventar ist gem. § 240 Abs. 1 HGB vom Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes und zum Schluss eines jeden GeschÀftsjahres aufzustellen. Eine Inventaraufstellung in Kontenform stellt die Aktiv-Seite der Bilanz dar.
Je nach Definition des Begriffes wird auch das Kapital des Unternehmens mit erfasst. In diesem Falle ermittelt sich das Eigenkapital aus der Differenz zwischen Vermögen und Verbindlichkeiten
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Inventur
Um ein Inventar aufzustellen, mĂŒssen alle VermögensgegenstĂ€nde des Unternehmens erfasst und bewertet werden. Die Mengenerfassung erfolgt mittels zĂ€hlen. Dinge, die mit vertretbarem Aufwand nicht gezĂ€hlt werden können, mĂŒssen gewogen oder vermessen werden. Ist auch dies nicht möglich, darf der Bestand geschĂ€tzt werden.
Die Inventur kann auf Verschiedene Arten erfolgen:
Stichtagsinventur
Bei der Stichtagsinventur wird die Inventur genau am 31.12. (bzw. am Tag des Ende des GeschĂ€ftsjahres des Unternehmens) des betreffenden Jahres durchgefĂŒhrt. In dieser Zeit darf kein Material bewegt werden, es darf nichts produziert oder verkauft werden.
verschobene Inventur
Die verschobene Inventur ist mit der Stichtagsinventur vergleichbar. Sie darf jedoch bis zu 2 Monate vor oder nach dem Bestandsstichtag durchgefĂŒhrt werden, die BestĂ€nde werden dann auf den Bilanzstichtag zurĂŒckgerechnet.
permanente Inventur
Wegen des hohen Personalbedarfs ist es oft nicht möglich, die Inventur an einem Tag durchzufĂŒhren. Deshalb ermöglicht der Gesetzgeber eine permanente Inventur, bei der jeder Artikel einmal im Jahr gezĂ€hlt werden muss, die BestĂ€nde werden auf den Bilanzstichtag zurĂŒckgerechnet.
Darstellungsformen des Inventars
Das Inventar besteht aus dem Vermögen und dem Kapital des Unternehmens. Dabei wird zwischen Anlage- und Umlaufvermögen (siehe Vermögen) unterschieden. Das Kapital wird in Eigen- und Fremdkapital (siehe Kapital aufgeteilt. Die jewailigen Bestandteile können beliebig fein heruntergebrochen werden (z.B. auf auf einzelne Artikel). HÀufig wird folgende Gliederung verwendet:
- Vermögen (nach steigender LiquiditÀt sortiert):
- Anlagevermögen
- GrundstĂŒcke und GebĂ€ude,
- Maschinen
- Fuhrpark
- GeschÀftsausstattung
- Umlaufvermögen
- Rohstoffe
- Hilfsstoffe
- Betriebsstoffe
- Unfertige Erzeugnisse
- Fertigerzeugnisse
- Forderungen
- Bundesbank- und Postgiroguthaben
- Guthaben bei Kreditinstituten
- Bargeld (Kasse)
- Anlagevermögen
- Schulden (=Verbindlichkeiten) (nach steigender FĂ€lligkeit sortiert)
- Langfristige Schulden
- Hypothekenschulden
- Darlehensschulden
- Kurzfristige Schulden
- Verbindlichkeiten an Lieferanten,
- Wechselschulden
- Langfristige Schulden
- Errechnung des Reinvermögens (=Eigenkapital)
- Vermögen - Schulden = Reinvermögen
Oft wird aber auch die Bilanz als Darstelllungsform verwendet.
