Preisbildung

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Inhaltsverzeichnis

Preisbildung in der Volkswirtschaft

Die Preisbildung ist ein am Markt ablaufender Prozess zur Ermittlung des Marktpreises. Der Preis in einer Marktwirtschaft ermittelt sich aus dem Verhältnis von Angebot zu Nachfrage. Bei den verschiedenen Marktformen läuft dieser Prozess unterschiedlich ab.

Betrachtet man nun die Abhängigkeit von Angebot zu Nachfrage muß davon ausgegangen werden, das es sich um einen vollkommenen Markt handelt. Der vollkommene Markt ist ein logischer Modell, der Volkswirtschaftslehre. Dieser wird zur Untersuchung komplexer zusammenhänge benutzt. Um von einem vollkommenen Markt sprechen zu können sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Die Güter müssen homogen sein, d.h. es muss sich um absolut gleichartige Güter handeln. Angebot und Nachfrage müssen gleichzeitig an einem bestimmten Ort aufeinandertreffen. Jeder Marktteilnehmer kennt alle Preise und Qualitäten und hat somit einen vollständigen Überblick. Es existieren keine räumlichen, zeitlichen oder persönlichen Präferenzen der Konsumenten und für die Marktteilnehmer zählt nur der Preis des Gutes. Auf jede Marktänderung wird blitzartig, ohne zeitliche Verzögerung reagiert.

Angebot und Nachfrage

Angebot und Nachfrage werden hauptsächlich über den Preis gesteuert, es gibt aber weitere Effekte die diese beeinflussen.

Nachfrage:

  • Einkommen
  • BedĂĽrfnisse
  • Spekulationen
  • Hamsterkäufe
  • Sättigungsprodukte
  • Preis anderer Produkte

Angebot:

  • Kosten
  • Kapazität
  • Anbieterzahl
  • Konkurrenz
  • Konjunktur
  • Zukunftserwartungen

Preisbildung im vollkommenen Polypol

Beim Polypol steht eine große Anzahl von Anbietern einer großen Anzahl von Nachfragern gegenüber. Der Anbieter möchte für seine Ware einen möglichst hohen Preis erzielen, der Nachfrager einen möglichst niedrigen Preis bezahlen. Aus diesen unterschiedlichen Erwartungen ergibt sich der Gleichgewichtspreis der Angebot und Nachfrage zum Ausgleich bringt und damit den Markt räumt. Anbieter die einen höheren Preis als den Gleichgewichtspreis erzielen wollen und Nachfrager die einene niedrigeren Preis bezahlen wollen, gehen in diesem Modell leer aus. Anbieter die zu einem niedrigeren Preis als den Gleichgewichtspreis anbieten wollten erzielen durch den höheren Preis eine Anbieterrente. Konsumenten die bereit waren einen höheren Preis zu bezahlen erzielen eine Nachfragerrente.

Preisgesetz im vollkommenen polypolistischen Markt:


• Bei gleichbleibendem Güterangebot führt eine Nachfragerhöhung zu steigenden Preisen.

• Bei gleichleibendem Güterangebot führt eine Nachfragesenkung zu fallenden Preisen.

• Bei gleichbleibender Nachfrage führt eine Angebotserhöhung zu sinkenden Preisen.

• Bei gleichbleibender Nachfrage führt eine Angebotssenkung zu steigenden Preisen.

Elastizitäten

Preiselastizität

Preiselastizität der Nachfrage %uale Mengenänderung
----------------------------------
% uale Preisänderung


Elastische Nachfrage: E > 1 Eine kleine prozentuale Preisänderung bewirkt eine große prozentuale Mengenänderung.

Unelastische Nachfrage: E < 1 Eine große prozentuale Preisänderung bewirkt eine kleine prozentuale Mengenänderung.

Kreuzpreiselastizität


Kreuzpreiselastizität % uale Mengenänderung bei Gut A
----------------------------------
% uale Preisänderung bei Gut B

Wird die Elastizität negativ handelt es sich um Komplementäre Güter, bleibt sie positiv handelt es sich um Substitutionsgüter. Bei einer Elastizität von 0 handelt es sich um unverbundene Güter.

Preisbildung im Monopol

Das Monopol gilt als das GegenstĂĽck des Polypols, hierbei gibt es zu einem Anbieter viele Nachfrager. Auf Grund dessen muĂź bei der Preisbildung im Monopol nicht auf die Konkurrenz geachtet werden. Der Monopolist hat nicht zu befĂĽrchten, dass Konsumenten die GĂĽter von einem anderen Hersteller beziehen. Wird der Preis allerdings zu hoch, weichen die Konsumenten auf SubstitutionsgĂĽter aus oder kaufen die Ware nicht mehr weil sie zu teuer geworden ist.