Prinzipien der Qualitätssicherung
aus www.iwiki.de, der freien Wissensdatenbank
Prinzipien der Qualitätssicherung sind allgemeine Regeln, die bei Beachtung den Erfolg der Qualitätssicherung herbeiführen. Die hier genannten Prinzipien beziehen sich auf die Entwicklung von Software, können aber auch auf andere Bereiche bezogen werden.
produkt- und prozessabhängige Qualitätsplanung
Die produkt- und prozessabhängige Qualitätsplanung beinhaltet die Festlegung von Anforderungen für Qualitätsmerkmale (Software-Qualitätsmerkmal) eines Produktes. Die Anforderungen an Produkte und Produktgruppen sind verschieden.
frühzeitige Fehlererkennung
Unter frühzeitiger Fehlererkennung versteht man die Suche nach Fehlern in allen Phasen der Softwareentwicklung. Dies beinhaltet eine Überprüfung von Teilergebnissen des Produktes. Frühzeitige Fehlererkennung senkt die Kosten der Entwicklung.
Ergebnisrückkopplung
Ergebnisrückkopplung besteht aus der Ursachenanalyse um Fehler zukünftig vermeiden und der Durchführung von Nachbesserungen. Das Motto hierbei ist, dass vermiedene Fehler die billigsten Fehler sind.
N-Augenkontrolle
Je mehr "Augen" Einblick in ein Produkt haben desto früher werden Fehler gefunden. Dies bezieht sich nicht auf den Erstellungsprozess, sondern auf die Überprüfung des Produktes. Hierbei ist es wichtig, dass unabhängige Prüfer ein Produkt überprüfen. Dies alles muss aber im Bewusstsein erfolgen, dass alle Menschen Fehler begehen.
maximale konstruktive Qualitätssicherung
Konstruktive Maßnahmen sind im Gegensatz zu analytischen Maßnahmen produktiver Art. Es geht dabei um die Durchführung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und die Umsetzung der Qualitätsziele. Hierzu gehört auch, dass bei der Erstellung von Software schon Fehler vermieden werden.
Operationalisierung von Qualitätsmerkmalen
Unter Operationalisierung von Qualitätsmerkmalen (Software-Qualitätsmerkmal) versteht man die Festlegung und Messung von Kennzahlen. Hiermit kann die Qualität objektiv beurteilt werden.
integrierte Qualitätssicherung
Integration der Qualitätssicherung in alle Phasen der Softwareentwicklung. Somit kann der Zeit- und Kostenrahmen gewährleitstet werden.
Unabhängigkeit der Qualitätssicherung
Qualitätssicherung und Entwicklung müssen organisatorisch und personell getrennt werden. Hierbei werden nicht Personen, sondern Ergebnisse bewertet.
Bewertung der Qualitätssicherungsmaßnahmen
Damit sich auch die Qualitätssicherung ständig verbessert müssen auch die Maßnahmen der Qualitätssicherung ständig überprüft, beurteilt und verbessert werden.
Literatur
- Prof. Dr. Spielmann: Software Qualitätsmanagement. Stand: September 2005. Kapitel: Einführung (EIN). S. 25-32 . Fachhochschule Würzburg - Schweinfurt, Studiengang Wirtschaftsinformatik, Vorlesungsunterlagen
