Produkt- und Preisportale
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Produkt- und Preisportale
Einer der Vorteile des Internet ist die naheliegende Transparenz und die Vergleichbarkeit verschiedener Angebote. Dies wird verstärkt durch Portale, auf denen Produkte und Dienstleistungen bewertet und verglichen werden können. Man unterscheidet grundlegend folgende vier Kategorien:
- Preisvergleichseiten: ermöglichen den Vergleich meist homogener Produkte. Gelistet werden diese nach dem Preis und verlinken auf den (günstigsten) Anbieter. (Beispiele: Preisvergleich.de, guenstiger.de, idealo.de u.a.)
- Produkt und Shoppingportale: zielen eher auf den Vergleich von Produkten anhand von deren Eigenschaften ab. Hierbei ist freilich eine detaillierte Datenbasis mit Produkteigenschaften notwendig, um einen Vergleich zu ermöglichen. Naheliegend ist dies für technische Artikel. Der Vergleich von Modeartikeln gestaltet sich aufgrund mangelnder, objektiver Vergleichbarkeit schwieriger. (Beispiele: web.de, t-online.de, kelkoo.de, smatch.com u.a.)
- Verbraucherportale: sind sogesehen reines Empfehlungsmarketing. Endnutzern wird hier ein Forum geboten, um Produkte und Dienstleistungen aus Konsumentensicht zu bewerten. Gerade im Zuge von web 2.0, dem "neuen Mitmachnetz", erfreuen sich diese Portale zunehmender Beliebtheit (Beispiele: qype.com, ciao.com, dooyoo.com u.a.)
- Spezialvergleichsseiten: befassen sich meist mit einer bestimmten Kategorie von Diensleistungen oder Produkten. Im Besonderen trifft dies auf den Finanz- und Reisebereich zu, dessen Produkte nur bedingt anhand ihrer Eigenschaften gewertet und verglichen werden können. Die Spezialvergleichsseiten tragen dem durch ihre spezifische Funktionalität Rechnung. (Beispiele: chip.de, hotelcheck.de, auto.de, geld.de u.v.a.)
Viele dieser Portale bieten ihren Nutzern Zusatzfunktionen, wie in etwa Preisverläufe, Testberichte, Toolbars für Internetbrowser oder Verbraucherbewertungen zu den einzelnen Produkten. Dies führt zu einer zunehmenden Vermischung der oben genannten Formen und erschwert eine Unterscheidung der Portale.
Betreiber von Onlineshops stellen zur Listung in solchen Portalen ihre Produktdatenbank oder einen Auszug daraus, in Form von auslesbaren Textdateien (csv, xml, etc.), zur Verfügung. Auch Dienstleister wie Pangora/Mentasys oder smartshopper übernehmen das Listing in gleich mehreren verschiedenen Portalen für Shopbetreiber. Die Abrechnung erfolgt entweder pauschal oder nach den gängigen Vergütungsmodellen wie Pay-per-Sale. Ebenso nutzen Portalbetreiber die Abrechnung über Affiliatenetzwerke wie zanox oder affilinet, die ebenso Produktdaten der Shopbetreiber vermarkten.
