Strukturierte Analyse
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Die Strukturierte Analyse (SA) ist eine Methode zur Analyse des Ist-Zustandes eines Unternehmens bzw. eines Unternehmensbereiches und zur fachlichen Spezifikation eines zu entwickelndes IT-Systems. Sie dient dazu, die Benutzeranforderungen für zu entwickelnde Systeme zu verstehen, zu formulieren, grafisch darzustellen, zu dokumentieren und abzustimmen. Sie beschreibt das bestehende bzw. zu entwickelnde System aus Anwendersicht.
Das Ergebnis der Strukturierten Analyse ist ein eine fachliche Systemspezifikation. Strukturierte Analyse wird hauptsächlich in der Analyse- und Fachentwurfsphase eingesetzt.
Ergebnisse der strukturierten Analyse
Die Ergebnisse von SA sind die Abgrenzung des zu entwickelnden Systems gegenüber der Systemumgebung (Festlegung der Schnittstellen), sowie der Beschreibung aller systemrelevanten fachlichen Funktionen. Es werden hierarchische Funktionsstrukturen hergeleitet und alle Datenflüsse beschrieben.
Vorgehensweise
SA ist eine Analyse- und Entwurfsmethode, die wesentlich auf dem Einsatz grafischer Beschreibungsmittel basiert.
Im ersten Schritt wird eine Ist-Analyse der bestehenden Organisation, der Arbeitsabläufe, der Personen, der Informationsflüsse etc. in Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Fachabteilung durchgeführt. Das Ergebnis sollte ein vollständiges "physikalisches" Datenflussdiagramm durch das der betroffene Arbeitsbereich des Anwenders beschrieben wird sein.
Im zweiten Schritt wird das "physikalische" Modell durch Analytiker zu einem "logischen" Modell überarbeitet. Dieser Vorgang wird auch oft übergangen und es wird sofort ein "logisches" Modell erstellt.
Im dritten Schritt folgt die Modellierung des neuen "logischen" Systems, bestehend aus:
- logischen Datenflussdiagrammen, die die zu realisierenden fachlichen Funktionen, die Datenflüsse und die Datenspeicher des Untersuchungsbereichs darstellen.
- einem Datenlexikon, das die Struktur der betroffenen Daten in Datenflüssen und Datenspeichern näher erläutert.
- sog. Mini-Specifications, in denen die Abläufe der fachlichen Funktionen näher beschrieben werden.
Im 4. Schritt folgt die Festlegung von Alternativen für den Grad der Automatisierung des Systems.
Im 5. Schritt folgt die Bewertung der Alternativen aus Schritt 4 mit Kosten- und Zeitfaktoren.
Im 6. Schritt wird eine Alternative ausgewählt.
