StudiVZ – Heute schon „gegruschelt“
aus www.iwiki.de, der freien Wissensdatenbank
StudiVZ ist eine für Studenten ausgelegte kostenlose Online-Plattform, die jedoch von jedermann genutzt werden kann. Dieses Social Network dient laut den Betreibern der Überwindung „universitärer Grenzen“, der Vernetzung mit anderen Kommilitonen, der Abbildung des Freundeskreises und der Knüpfung neuer Kontakte. Des Weiteren soll es die Anonymität an den Hochschulen verringern und eine zusätzliche Kommunikationsplattform bieten.
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Geschichte/Entwicklung
StudiVZ wurde im Oktober 2005 von Ehssan Dariani (VWL-Student) und Dennis Bemmann (Informatik-Student) gegründet. Michael Brehm kam ein halbes Jahr später dazu. Seit 2006 ist StudiVZ auch in Polen, Spanien, Italien und Frankreich vertreten. Anfang 2007 ist die Schüler-Plattform SchülerVZ online gegangen. Insgesamt fasst StudiVZ inzwischen über 4 Millionen registrierte User. 2007 wurde StudiVZ an die Holtzbrinck-Gruppe für 85 Millionen Euro verkauft.
Nutzen/Funktionen
Registrierung
Wie bei fast jeder Social Software kann man von sich ein Profil erstellen. Die „Immatrikulation“ (Registrierung) ist kostenlos. Obwohl die Mitgliedschaft ursprünglich für Studenten, Alumni und Abiturienten vorgesehen war, können sich auch Nicht-Studenten ohne Probleme anmelden.
„Start“
Die „Start“-Seite ist die erste Seite auf die man nach dem Anmelden gelangt. Hier wird man über aktuelle Neuigkeiten informiert. Darunter fallen z.B. Freundschaftseinladungen, ob und von wem man „gegruschelt“ wurde oder neue persönliche Nachrichten erhalten hat. Man kann hier auch erkennen, von wem man zuletzt angesehen wurde und unter dem Punkt „Kennst du schon…?“ sieht man im Zufallsverfahren, wer sonst noch in der gleichen Stadt studiert.
„Meine Seite“ - Profil
In seinem eigenen Profil kann man Angaben über seine Hochschule, Studienrichtung, besuchte Lehrveranstaltungen, Kontaktinformationen, Privates, Hobbies/Interessen und Arbeit machen, sowie ein Profilbild hoch laden. Diese Angaben werden auf „Meine Seite“ ersichtlich. Auf dieser Seite werden zusätzlich die eigenen Freunde kategorisch angezeigt, die eigenen Gruppen aufgelistet, die Pinnwand zur Verfügung gestellt, Fotoalben können erstellt werden, man sieht auf welche Bildern man verlinkt ist und auch der Nachrichtendienst steht hier zur Nutzung bereit. Hinzu kommen die persönlichen Einstellungen (persönliche Angaben/ Privatsphäre), die man auf seine Ansprüche abgestimmt ändern kann und die Verbindungen (Visualisierungspfade), die die Verknüpfung zu anderen Usern darstellt. Über diese Verbindungen werden auch indirekte Bekanntschaften dargestellt, also die aus dem „Small World Phänomen“ bekannte 6 Ecken Beziehungen.
Kommunikationsformen
Die eigentliche Kontaktaufnahme kann über mehrere Funktionen erfolgen. So kann man andere User „gruscheln“ (ein Neologismus, welcher aus den Wörter „grüßen“ und „kuscheln“ entstanden ist), um diesen seine Zuneigung zu zeigen. Hinzu kommt die Pinnwand, eine Art Gästebuch des Users, welches dazu dient, Nachrichten von „Freunden“ aber auch von „Nicht-Freunden“ für jeden, der sich die Seite anschaut anzuzeigen. Über den Nachrichtendienst hingegen können persönliche Mails verschickt und empfangen, jedoch nur von der betroffenen Person gelesen werden. Diese Kommunikationsart ist mit einer internen Email-Funktion vergleichbar. Auf diese Weise können „Freunde“ und „Nicht-Freunde“ privat miteinander kommunizieren. Gerade die Möglichkeit, dass „Nicht-Freunde“ mit anderen Usern auf die gleiche Art Kontakt aufnehmen können wie „Freunde“, fördert die Aufnahme von Verhältnissen zwischen Studenten, die nicht befreundet sind.
Freundschaften
Um eine Freundschaft einzugehen, kann man entweder einen anderen User einladen oder man wird eingeladen. Die „Freunde“ werden unterteilt in Freunde der gleichen Hochschule und Freunde von anderen Hochschulen. Wenn man sich auf der Seite einer anderen Person befindet, so werden „gemeinsamen Freunde“ gesondert angezeigt.
Gruppen
Inzwischen umfasst StudiVZ über 1 Millionen Gruppen zu diversen Themen. Diese Gruppen werden in Oberkategorien eingeteilt (Sport, Musik, Spaß & Unsinn usw.), um ein leichteres Finden einer bevorzugten Gruppe zu ermöglichen. In diesen Gruppen kann man mit anderen Usern in internen Foren über bestimmte Aspekte, die den Themenbereich der Gruppe wiedergeben, diskutieren. Die Mitgliedschaft in solchen Gruppen dient nicht ausschließlich dem Meinungsaustausch in Foren, sondern auch der zusätzlichen Darstellung der eigenen Interessen, Vorlieben und persönlichen Sichtweisen.
Suchfunktion
Um bestimmte Personen oder Gruppen besser finden zu können, gibt es eine interne Suchfunktion. Diese ist nochmals in verschiedene Kategorien (auf der gleichen Hochschule, Überall, Super-Suche, Gruppen, Web-Suche (Yahoo)) unterteilt. So kann man unter der Super-Suche mehrere Kriterien angeben um das Suchergebnis für die gesuchte Person einzuschränken.
Fotoalben
Über die Fotoalbum-Funktion kann man eigene Bilder in Alben hochladen und die enthaltenen Fotos kommentieren lassen. Man kann auf diesen Bildern Personen verlinken, die sich unter den eigenen Freunden befinden. Zusätzlich kann man einstellen, ob diese Alben nur für Freunde oder jeden Besucher der eigenen Seite sichtbar sind.
Privatsphäre
Die „Privatsphäre“ dient der Anonymität des Users. Hier kann er Einstellungen vornehmen um sich z.B. das Profil von anderen Personen anzuschauen, ohne dass diese auf ihrer Startseite darüber in Kenntnis gesetzt werden. D.h. man kann nicht erkennen, dass man von Usern mit diesem Schutz angesehen wurde, was einen voyeuristischen Aspekt mit sich bringt. Man kann hier ebenso einstellen, dass die eigene Seite nur für „Freunde“ sichtbar ist, jedoch kann weiterhin eingesehen werden, auf welche Bilder man verlinkt wurde.
Sicherheit
Zusätzlich bietet StudiVZ die beiden Funktionen „Melden“ und „Ignorieren“ als weitere Sicherheitsmaßnahme. Über „Melden“ kann man die Administratoren auf Regelverstöße durch Gruppen oder Personen hinweisen und „Ignorieren“ bietet die Möglichkeit jegliche Versuche des Kontaktaufnehmens durch einen anderen User zu unterbinden.
Web-Quellen
Autor: Sven Petersen

