Telekommunikationsdienst
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Telekommunikationsdienst ist ein Sammelbegriff für Dienstleistungen mit Kommunikationsaspekt.
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Netzdienste
Als Netzdienst kann jede Verfügbarmachung eines Übertragungsweges verstanden werden.
Integriertes Text- und Datennetz
Unter dem Begriff "Integriertes Text- und Datennetz" (IDN) fasste man alle Inlandsnetze zur digitalen Datenübertragung zusammen. Mittlerweile sind IDN Dienste vollkommen in ISDN integriert.
Telex
Das Telexnetz ist ein altes, hochkompatibles und weitverbreitetes Datennetz. Es dient der Textübermittlung, beispielsweise an einen Fernschreiber.
Datendirektverbindung
Die Datendirektverbindung (DDV) ist auch als Direktrufnetz oder Standleitung bekannt. Sie wird hauptsächlich im Bereich intensiver Datenübertragung zwischen festen Kommunikationspartnern eingesetzt.
Zwischen festgeschalteten Punkt-zu-Punkt- beziehungsweise Mehrpunktverbindungen werden die Datenübertragungsgeschwindigkeiten
- 50 Bit/s
- 300 Bit/s
- 1200 Bit/s
- 2400 Bit/s
- 4800 Bit/s
- 9400 Bit/s
- 64 kBit/s
- 1,92 MBit/s
angeboten. In einigen Ortsnetzen stehen zusätzlich fast beliebige Vielfache von 1,92 MBit/s zur Auswahl. Eine asynchrone Datenübertragung ist aber lediglich bis 1200 Bit/s möglich.
DATEX-P
DATEX-P ist ein paketvermitteltes Netz und wurde 1980 durch die deutsche Bundespost eingeführt. Die Protokolle der untersten drei OSI Architekturmodell Schichten sind fest bestimmt, da DATEX-P den X.25 Standard implementiert. Es wird keine exklusiv reservierte Leitung sondern lediglich eine virtuelle Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufgebaut.
Übertragungsgeschwindigkeiten:
asynchron:
- 300 Bit/s
- 1200 Bit/s
synchron:
- 2400 Bit/s
- 4800 Bit/s
- 9600 Bit/s
- 64000 Bit/s
Geschwindigkeiten bis zu 2 MBit/s sind zwar realisierbar, gehen jedoch mit einem zunehmendem Anstieg an Übertragungsfehlern einher. Jenseits der 2 Mbit/s wird das mittlerweile veraltete DATEX-P Netz völlig ineffizient.
Fernsprechnetz
Das analoge Telefonnetz kann neben Telefonaten auch für Datenübertragung genutzt werden, ist aber für diesen Zweck durch das enge Frequenzband nicht als qualitativ besonders hochwertig einzustufen. So sind trotz Kompression maximal 56 KBit/s möglich, die Werte der Realität liegen meist darunter.
Satellitenkommunikation
Satellitenkommunikation ist in zwei Varianten möglich:
2-Wege-Satellitenverbindung
Das Senden und Empfangen von Daten findet via Satellit statt, deshalb wird diese Variante auch als reine Satellitenverbindung bezeichnet. In der Regel wird ein Downstream von 64 kbit/s bis 2048 kbit/s angeboten. Der Upstream beträgt in etwa ein Zehntel des Downstreams.
Die 2-Wege-Satellitenverbindung bietet sich besonders für Gegenden mit geringer Netzinfrastruktur an.
1-Weg-Satellitenverbindung
Diese Bezeichnung steht für eine asymmetrische Verbindung, bei der nur der Downstream über einen Satelliten empfangen werden kann. Das Senden und Empfangen von Daten geschieht zunächst über einen terrestrischen Rückkanal, dieser kann beispielsweise über ISDN realisiert sein. Der Downstream des Rückkanals ist schnell ausgeschöpft so dass der Großteil des Datenempfangs über Satellit stattfindet.
Je Nach Anbieter kann der Kunde zwischen Übertragungsgeschwindigkeiten von 256 kbit/s bis 2048 kbit/s im Downstream wählen. Der Vorteil dieser Verbindung liegt in den für Kunden und Betreibern geringeren Kosten, beispielsweise durch die vereinfachte Technologie der Endgeräte. Hinter dem Produkt skyDSL verbirgt sich eine solche Verbindung. Technisch gesehen ist der Begriff DSL nicht haltbar. Der Name wurde lediglich aus Gründen des Marketings so gewählt.
ISDN
Der Name Integrated Services Digital Network verrät bereits dass sich hinter dieser Technolgie ein digitales Netz verbirgt welches unter anderem fast alle oben genannten Dienste integriert.
Technisch gesehen ist der wesentliche Unterschied zum analogen Vorgängernetz die physikalische Trennung in die Steuerung durch den D Kanal und die Informationsübermittlung in den B Kanälen. ISDN ermöglicht eine deutliche Steigerung der Übertragungsleistungsfähigkeit. Hinzu kommt dass nun mehrere Teilnehmer gleichzeitig einen Anschluss nutzen können, beispielsweise kann in einem Haushalt ein Telefonat geführt werden während auf das Internet zugegriffen wird. Je nach Anschlussart stehen Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 64 und 2048 kbit/s zur Verfügung.
Mobilkommunikation
Mobilfunknetze gibt es hierzulande zwar schon seit 1958, massenkompatibel wurden sie aber erst in den 90er Jahren.
Etabliert haben sich die D- und E-Netze des GSM Standards. Diese Netze trennen sich in einzelne Funkzellen mit wenigen Kilometern Durchmesser auf. Ein Teilnehmer nimmt nur innerhalb seiner Zelle eine Funkverbindung auf, der restliche Weg zur Basisstation wird durch Kabel überbrückt. Die geringe Zellgröße ermöglicht Leistungsreduktion, erhöht aber den Aufwand eines Zellwechsels. Datenübertragung ist hier wegen der hohen Bitfehlerrate nur mit 9600 Bit/s möglich.
Für die breidbandigeren Netze des UMTS Standards entscheiden sich momentan nur wenige Mobilfunknutzer. In der Theorie ist eine maximale Datenübertragungsrate von 2Mbit/s möglich.
Mehrwertdienste
Unter einem Mehrwertdienst versteht man eine auf einem Basisdienst aufsetzende zusätzliche Leistung. Darunter fallen beispielsweise:
- BTX (Bildschirmtext)
- Telefax
- Telefonauskunft
- Televoting
- R-Gespräch
- Intelligent Network - Bei einem IN wird die starre Bindung zwischen Rufnummer und physikalischem Anschluss entkoppelt. Dies ermöglicht beispielsweise gesonderte Tarife für Servicerufnummern.
Quellen
- Skript Datenkommuniaktion SS 05
- Wikipedia
Links
- http://de.wikipedia.org/wiki/DATEX-P
- http://de.wikipedia.org/wiki/X.25
- http://de.wikipedia.org/wiki/Fernsprechnetz
- http://de.wikipedia.org/wiki/Internetzugang_%C3%BCber_Satellit
- http://de.wikipedia.org/wiki/SkyDSL
- http://de.wikipedia.org/wiki/Mobilfunk
- http://de.wikipedia.org/wiki/D-Netz
- http://de.wikipedia.org/wiki/E-Netz
- http://de.wikipedia.org/wiki/UMTS
- http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrwertdienst
- http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligentes_Netz
