Testtheorie

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In der beurteilenden Statistik hat man hĂ€ufig eine Stichprobe (z.B. Umfrage zur Bundestagswahl) und möchte daraus einen Schluß auf die Grundgesamtheit (z.B. Wahlverhalten aller BĂŒrger) ziehen.

WĂ€hrend die SchĂ€tztheorie versucht, die Parameter (Mittelwert,...) der Grundgesamtheit abzuschĂ€tzen, nimmt man in der Testtheorie bestimmte Werte fĂŒr diese Parameter hypothetisch an.

Eine statistische Hypothese ist also eine Annahme ĂŒber die Parameter der Wahrscheinlichkeitsfunktion einer Zufallsvariablen.

Bei einem statistischen Test stellt man eine Nullhypothese H0 und eine Alternativhypothese H1 auf und entscheidet sich anhand von Stichprobenergebnissen fĂŒr eine der Hypothesen.

Dabei können 4 FÀlle auftreten:

H0 sei richtig H1 sei richtig
Ablehnung von H0
\overline{x}\geq\overline{x_{k}}
Fehler 1.Art,
H0 abgelehnt obwohl richtig (Signifikanznivea α)
richtige Entscheidung
Annahme von H0
\overline{x} < \overline{x_{k}}
richtige Entscheidung Fehler 2. Art (β),
Annahme von H0 obwohl falsch

\overline{x_{k}} ist die Grenze des kritischen Bereichs, in dem die beobachtete Stichprobe bei richtiger Nullhypothese mit Wahrscheinlichkeit α liegt. Mit Hilfe des Signifikanzniveaus α lĂ€sst sich die Wahrscheinlichkeit, einen Fehler 1.Art zu begehen, bestimmen bzw eingrenzen:

P(Fehler 1.Art) \leq \alpha

Möchte man die Wahrscheinlichkeit, eine richtige Nullhypothese abzulehnen, sehr gering halten und gibt daher ein möglichst kleines α vor, so erhöht sich dadurch aber die Wahrscheinlichkeit β fĂŒr einen Fehler 2.Art.


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