Thin Client

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Thin Clients werden in modernen Server Based Computing (SBC) Architekturen eingesetzt. Als Thin Client bezeichnet man ein Terminal, welches als Endgerät in einem Netzwerk dient. Ein Thin Client hat keine Festplatte, kein CD-Rom und auch keinen Lüfter. Dadurch ist er zum einen Geräuschlos und zum anderen verfügt er über keine beweglichen Teile, was die Ausfallsicherheit, besonders in rauheren Umgebungen (Produktionshallen), stark erhöht. Alle Rechen- und Speicherprozesse laufen zentral auf einem Terminalserver ab. Die Aufgabe eines Thin Clients ist lediglich die Übertragung und Ausgabe der Bildschirmdaten, sowie der Maus- und Tastatureingaben. Der Thin Client selbst hat ein sehr abgespeckten Betriebssystem, welches meist auf einem Flash-Speicher Medium untergebracht ist.


Neben Thin Clients wird noch unterschieden:


Inhaltsverzeichnis

Die Technik

Über eine Netzwerkverbindung wird der Thin Client in ein bestehendes Netzwerk integriert und mit dem Server verbunden. Beim start des Clients, startet ein Thin-Betriebssystem, welches auf Linux oder Windows basiert. Für spätere Anwendungen ist dieses nebensächlich, da es nur die Verbindung über eines der verschiedenen Protokolle generiert und danach das Betriebssystem des Terminalservers als Arbeitsoberfläche fungiert. Die Verbindung startet mit einer Anmeldung des Benutzers am Server. Auf diesem ist ein Profil mit dem Benutzer verknüpft. Diese Berechtigungsrollen beschreiben welche Anwendungen benutzt werden dürfen. Gespeichert werden alle Daten zentral auf den Servern, dies hat den Vorteil das die Daten nur eine zentrales Backup des Servers benötigen. Des weiteren stehen die Daten auch jedem anderen Arbeitsplatz zur Verfügung. Bei Ausfall des Thin Client, kann dieser ganz einfach ersetzen und ohne langen Installationsaufwand dem Benutzer sofort wieder alle Programme in seiner normalen Arbeitsumgebung zur Verfügung stellen.


Investitionsschutz

Herkömmliche PC-Systeme sind meist nur 2-3 Jahre einsetzbar, da sie dann nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und einige Anwendungen auf ihnen nicht mehr lauffähig sind. Thin Clients haben den Vorteil dass diese die Anwendungen selbst nicht ausführen müssen, sondern nur deren Bildschirmeingabe und die Peripherie ansteuern. Sie brauchen nur einen Bruchteil der Rechenleistung eines PC´s. Dadurch verdoppelt sich deren Lebenszeit. Thin Clients lassen sich über 5 Jahre benutzen. Erweiterungen finden immer zentral auf den Servern statt.


Sicherheit

Ein weiterer Vorteil ist die Sicherheit. Auf den Clients selbst braucht sich nicht um Sicherheit gekümmert werden, da ein gutes Thin Client Betriebssystem unempfindlich gegen Viren ist, weil es nicht möglich ist Daten lokal zu speichern. Da auch die Speicherung auf dem Server erfolgt, ist eine hohe Sicherheit der persistenten Daten gewährleistet. Ein Schwachstelle der Sicherheit, ist wie in allen Netzen, die Übertragung der Datenpakete, genauer der Datendiagramme. Hier kommen folgende Technologien zu Einsatz um diese zu gewährleisten:

Des weiteren ist der Einsatz mit oben beschriebenen Technologien nur ratsam in Verbindung mit einem RSA-Zertifikat.

Kosten

Obwohl die Ausstattung geringer ausfällt, sind die Anschaffungskosten trotzdem fast gleich. Derzeit kostet ein Thin Client zwischen 200 und 550 Euro. "Die Preisunterschiede zwischen PCs und Thin Clients sind marginal", gibt Wolfgang Stähle zu (General Manager Europa, Naher Osten und Afrika beim weltweit führenden Hersteller Wyse).

Da aber ein Thin Client in etwa die doppelte Lebensdauer eines PCs besitzt, ist hier eine deutliche Kosteneinsparung garantiert. Auch bei den Betriebskosten, z.B. den Stromkosten kommt es zu deutlichen Einsparungen. Ein PC verbraucht im Durchschnitt 150 Watt, ein Thin Client liegt bei ca. 15 Watt. Ein weiterer Punkt ist der geringe Bedarf von Instandhaltungsarbeiten. So wird von in einem Beitrag der Computer Woche von einem Bedarf von einem Administrator für 500 Thin Clients ausgegangen.


Total Costs of Ownership (TCO)

Die Betrachtung der Gesamtkosten die durch die Anschaffung enstehen, kurz TCO, ist vor Allem für Unternehmen entscheidend. Der Einsatz von Server Based Computing (SBC) und Thin-Client Technologie ermöglicht nach einer Analyse von Zona Research aus dem Jahr 2003 beispielsweise eine Reduzierung der TCO um 57%, während Siemens Business Service im gleichen Fall von 22% ausgeht. Welche Einsparungen tatsächlich erzielt werden können ist abhängig von der Größe des Unternehmens, der Personalausstattung des IT-Bereichs, der Homogenität der Softwarelandschaft und den verwendetem Berechnungsmodells.


Weitere Vorteile:

  • Unabhängigkeit der Benutzer von ihrem Arbeitsplatz. Weil sich auf den Clients-Rechnern keine Daten befinden, sind die Benutzer vollkommen unabhängig von ihrem Rechner. Dadurch können die Systeme effektiver und flexibler genutzt werden.
  • Die Software muss lediglich auf wenige Applikationsserver bzw. Terminalserver installiert, aktualisiert und gewartet werden. Die Verteilung auf die Clients entfällt völlig.
  • Einfach Erweiterung von inhouse Software
  • zentrale Administration von Benutzerrechten.
  • einfache Anbindung weiterer Service z.B. durch ASP oder durch Integration von Webservices
  • Verbesserung der Kommunikation und Koordination zu internen wie auch externen Instanzen, da laut Computer Woche sie Daten wie auch die Prozesse transparenter werden. Die erfordert aber ein weit führendes Konfigurationsmanagement.
  • Vereinfachte Umsetzung auf eine serveorientierte Architektur (SOA)


Quellen


Literatur

  • Wirtschaftsinformatik Hansen ISBN:3825226697
  • IT-Handbuch für Systemelektroniker/-in Fachinformatiker/-in ISBN: 3142250425
  • Windows NT / 2000 Thin Client Solutions ISBN: 1578702309
  • Citrix Access Suite und Microsoft Terminal Services ISBN 3826615441


Weblinks