VWL
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Die VWL (Volkswirtschaftslehre) untersucht als ein Teil der Wirtschaftswissenschaften alle gesamtwirtschaftlichen Zusammenhänge innerhalb eines staatlich organisierten Volkes.
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Die Volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren
Innerhalb einer Volkswirtschaft gibt es drei Produktionsfaktoren, die als Vorraussetzungen für den Produktionsprozess dienen. Die drei Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital ergeben zusammen mit dem Technischem Wissen einer Volkswirtschaft dessen Sozialprodukt.
Die Arbeit im ökonomischem Sinne erfasst die geistigen und körperlichen Anstrengungen des Menschen innerhalb eines Arbeitsverhältnisses. Sie unterteilt sich in zwei Unterkategorien: der Quantität und der Qualität. Unter der Quantität versteht sich die Anzahl der Menschen die ein Arbeitsverhältnis haben, die Qualität hingegen meint die Höhe des Ausbildungsstandes und die Qualifikationen der Arbeiter.
Der Boden ist in diesem Sinne der Anteil der zur volkswirtschaftlichen Produktion beiträgt. Er untergliedert sich in Anbau-, Standort- und Abbauboden. Der Anbauboden ist der Teil der zur land- und forstwirtschaftlichen Nutzung zur Verfügung steht. Abbauboden sind beispielsweise Minen in denen Rohstoffe abgebaut werden. Der wichtigste und wertvolste Teil des Bodens ist der Standortboden. Zu ihm zählen Werksgelände und die Infrastruktur eines Landes.
Nicht zum Boden der Volkswirtschaft gehört der Boden, der durch private Haushalte genutzt wird.
Der Produktionsfaktor Kapital umfasst alle produzierten Güter, die nicht im Besitz von privaten Haushalten sind. Zu diesem Kapital zählen beispielsweise der Fuhrpark, Gebäude und Rohstoffe von Unternehmen. Die Anzahl und die Qualität (technischer Fortschritt) bewertet den Produktionsfaktor Kapital.
Die Akteure in einer Volkswirtschaft
Am Wirtschaftsprozess einer Volkswirtschaft nehmen mehrere Akteure Teil unter denen Geld und Güter ausgetauscht werden. Die fünf Hauptakteure in einer Volkswirtschaft sind die Haushalte, die Unternehmen, der Staat, die Banken und das Ausland.
Alle Institutionen ohne Erwerbscharakter fallen unter den Haushalten. Zu ihnen gehören private Haushalte, Vereine, Parteien, Gewerkschaften und Kirchen. Als Hauptziel eines Haushaltes gilt die Befriedigung der Bedürfnisse der Mitglieder.
Die Unternehmen schließen sich in erster Linie zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen zusammen. Das primäre Ziel der Unternehmen ist die Erwirtschaftung eines Gewinnes, sie gelten daher als Gewinnmaximierer.
Unter dem Staat im volkswirtschaftlichen Sinne sind Gebietskörberschaften (Bund, Länder, Gemeinden, Ämter und Kreise) und Sozialversicherungen zu verstehen. Sie untergliedern sich in öffentliche Haushalte und öffentliche Unternehmungen (Sparkassen, Krankenhäuser). Der Staat nimmt in einer Volkswirtschaft Regelungs- und Kontrollfunktionen war.
Banken sind innerhalb des Wirtschaftskreislaufes für die Finanzgeschäfte zuständig. Sie wickeln den Zahlungsverkehr ab und verwalten das Geld der anderen Akteure.
Das Ausland ist die Summe alle Beziehungen die eine Volkswirtschaft zu anderen Volkswirtschaften hat. Hierzu zählen unter anderen der Import und Export von Gütern oder die Ausgaben im Urlaub.
Geld
Geld hat im ökonomischem Sinne verschieden Funktionen, die den Nutzen des Geldes widerspiegeln. Die Tauschmittelfunktion des Geldes stellt sicher, dass ein Besitzer eines Gutes dazu bereit ist sein Gut gegen Geld herzugeben. Das Geld verschiedenartige Güter vergleichbar macht, wird im volkswirtschaftlichem Sinne als Funktion der Recheneinheit oder Wertmessfunktion benannt. Die Wertaufbewahrungsfunktion gewährleistet das sich der Wert des Geldes im Zeitverlauf nicht verändert.
Der Bestand des Geldes kann sich nur durch Finanzgeschäfte von Banken verändern. Das Schaffen von Geld, die so genannte Geldschöpfung, geschieht über die Einräumung von Sichtguthaben (Kredite) oder durch Wandlung von Forderungen in Sichtguthaben (Verkauf von Wertpapieren). Die Geldvernichtung tritt ein durch den Verkauf von Vermögensobjekten oder durch die Wandlung von Sichtguthaben in Forderungen.
Arbeitsteilung und Produktivität
Die Arbeitsteilung nimmt eine Spezialisierung auf einzelnen Bereichen der Arbeit vor. Diese kann unterschiedlich ausfallen. So existiert eine internationale Arbeitsteilung, die sich im Austausch zwischen den Staaten widerspiegelt. Die gesellschaftliche Arbeitsteilung spiegelt sich in den unterschiedlichen Berufsgruppen und Industriezweigen einer Volkswirtschaft wieder. Die einzelnen Funktionen innerhalb eines Betriebes wie Controling, Produktion und Vertrieb zeigen die innerbetriebliche Arbeitsteilung.
Die Arbeitsteilung trägt zur Steigerung der Arbeitsproduktivität, dem Verhältnis von Produktionsergebnis zum Mitteleinsatz, bei. Die Steigerung tritt auf, wenn jeder sich auf das Spezialisiert, was er besser kann als der andere. Hierbei können auch Komparative Vorteile auftreten. Darunter ist zu verstehen das jemand auf mehreren Gebieten der Spezialist ist. Auch hier ist eine Arbeitsteilung sinnvoll, wenn sich dieser auf das konzentriert in dem er die meisten Vorteile hat.
