Virtueller Marktplatz

aus www.iwiki.de, der freien Wissensdatenbank

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Unter Virtueller Marktplatz versteht man einen virtuellen Ort an dem geschäftliche Transaktionen durchgeführt werden können.
Der wesentliche Punkt dabei ist,dass eine Kommunikation zwischen den Nutzern des Marktplatzes erfolgt. Auf den meisten virtuellen Martplätzen findet man die Situation, dass es viele Anbieter und viele Nachfrager gibt (Polypol). Ein virtueller Marktplatz kann aber auch in anderen Marktformen eingesetz werden. Ein virtueller Marktplatz wird vorallem in den Bereichen B2B (Business to Business) aber C2C (Customer to Customer) eingesetzt. Aber auch andere Bereiche sind möglich. Auf dem virtuellen Marktplatz sind Anbieter, Nachfrager und der/die Martkplatzbetreiber.
Ein virtueller Markplatz ist kein Shopsystem

Einteilung virtueller Marktplätze

Für Virtuelle Markplätze sind verschiedene Einteilungen möglich:

nach der Ausrichtung

Auf Vertikal ausgerichteten Matkplätzen werden Produkte und Dienstleistungen gehandelt, die die auf die Bedürfnisse einzelner Branchen zugeschnitten sind. Es werden keine Branchenübergreifenden Produkte gehandelt.
Horizontale Markplätze hingegen handeln mit Produkten und Dienstleistungen die für mehr als eine Branche gebraucht werden. Hier werden meistens branchenunabhängige Produkte angeboten (beispielsweise C-Artikel wie Büroartikel).

nach dem Geschlossenheitsgrad

Geschlossen Marktplätze haben einen geschlossenen Nutzerkreis. Bei diesen Martkplätzen ist vorallem für eine mittel- oder langfristige Bindung zwischen Anbietern und Nachfragern von Bedeutung. Bei offenen Marktplätzen liegt der Schwerpunkt dagegen auf die Einbeziehung möglichst vieler Nutzer. Dabei ensteht eine stärkere Konkurrenz zwischen den Anbietern. Und die Nachfrager wechseln, je nach angebotenem Preis oder Leistung den Anbieter.

nach dem Zentralisierungsgrad

Zentrale Martkplätze befinden sich auf einem zentralem Rechnersystem.
Dezentrale Martkplätze sind auf räumlich getrennen Rechnersystemen.


Möglichkeiten der Preisfindung

Für einen virtuellen Martkplatz stehen verschiedene Modelle zur Verfügung um den Preis für Produkte und Dienstleistungen zu finden: - Auktionen - direkte Preisfindung - Katalogmanagement - Börsen

Auktionen

Bei Auktionen gibt es die Möglichkeit Gebote für die Produkte oder Dienstleistungen abzugeben. Dieser Beitprozess kann sowohl vom Nachfrager, als auch vom Anbieter gestartet werden. Bei Auktionen, die vom Nachfrager iniitiert werden, bieten die Anbieter und derjenige mit dem niedrigsten Preis bekommt den Zuschlag (ähnlich öffentlichen Ausschreibungen). Hingegen bekommt bei Auktionen, die vom Anbieter gestartet wurden, der Höchstbietenste Nachfrager den Zuschlag. In beiden Fällen muss vor Auktionsbeginn auch der Zeitraum festgelget werden, indem Gebote abgegeben werden können. Diese Form wird haupsächlich bei stanardisierten Produkten (wie C-Artikeln),als auch bei unregelmäßig gehandelten Gütern verwendet.

Direkte Preisfindung

Bei der direkten Preisfindung kommunizieren Anbieter und Nachfrager direkt miteinander und einigen sich auf einen Preis. Hierbei wird mit nicht-standardisierte oder auch komplexen Produkten gehandelt.

Katalogmanagement

Unter Katalogmanagement versteht man die Verwaltung und Darstellung von elektronischen Proudktkatalogen. Meistens verwendet man herfür Einheitspreise. Die Nachfrager überprüfen die Produktkataloge und diese werden dann direkt in die Beschaffungssysteme der Nachfrager übermittelt. Diese Art der Preisfindung wird bei standardisierten Produkten, die branchenspezifisch sind, genutzt. Der wesentlich Vorteil für die Nachfrager hierbei ist die Automatisierung des Bestellvorgangs.

Börsen

Bei Börsen wird der Preis über Angebot und Nachfrage ermittelt. Die Nachfrager geben die Gebote nicht direkt beim Anbieter ab, sondern auf dem virtuellen Markplatz. Der Martkplatz übernimmt hierbei die Rolle eines Zwischenhändlers.